, Präsidium (Scherer Martin)

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Der Seeländische Musikverband (SMV) hat zum Workshop “Ausbildungsverantwortliche” eingeladen. 21 Verantwortliche haben sich gewissenhaft und mit einigen Erwartungen zum Erfahrungsaustausch für den Nachwuchs im Verein getroffen. Es gibt zwar keine einheitliche Lösung, aber einzelne Ideen sind in jedem Verein realisierbar.

Der an der letzten Delegiertenversammlung angekündigte Erfahrungsaustausch für Ausbildungsverantwortliche der Seeländer Musikvereine ist am vorigen Samstag als Workshop durchgeführt worden. Nach Einschätzung der aktuellen Situation haben sich letztlich 21 Personen aus Vereinen und dem Verband getroffen, um sich mit dem “Nachwuchs” auseinanderzusetzen. Die Zusammensetzung der Teilnehmenden versprach mehrere interessante Ansichten und Ideen, zumal einige bereits aus der Erfahrung vieler Jahre berichten konnten und andererseits Teilnehmende im Alter von 19 Jahren sich noch gut in die Sichtweise der Jugendlichen einfühlen können. Ein Gemisch, das sich bei der unterschiedlichen Einteilung für die rotierenden Gruppenarbeiten bezahlt machte und immer wieder zu neuen Ideen und entsprechenden Gesprächsstoff führte.  

Junge fordern neue Kommunikationswege und Influencer

Wie in verschiedenen Medien wiederholt kommuniziert wird, bangen einige Vereine um den Nachwuchs und wenige kämpfen sogar ums Überleben. Glücklicherweise gibt es immer noch Vereine, die momentan eine starke Jugendbewegung haben. Eine Kausalität zwischen einer florierenden Jugendbewegung und dem aktuellen Erfolg des Vereins ist erkennbar. Aber auch hier braucht es genügend Verantwortliche, die bereit sind, kontinuierlich Kinder, Jugendliche und Ehemalige zu motivieren, ihnen die angemessene Aus- und Weiterbildung anbieten können und diese letztlich im richtigen Zeitpunkt in eine Nachwuchsformation oder im Verein integrieren. Für all diese Arbeiten wird gerade von den jüngeren Teilnehmer vermehrt das Benützen von modernen Kommunikationswegen oder sogar Influencern gefordert, die die Traditionen und Werte der Blasmusik besser verbreiten bzw. vermarkten.  

Nach drei Stunden Austausch hatten die Teilnehmenden dann Gelegenheit, sich bei einem vom Seeländischen Musikverband als Dank für ihre wertvolle Arbeit offerierten Apéro noch besser kennen zu lernen und einzelne Gedanken weiter zu besprechen. Der Verband will die Ideen von einem regionalen Angebot für den Wiedereinstieg sowie eines Instrumentenbusses, der interessierten Vereinen alle gängige Instrumente für ein “Kinderkonzert” zur Verfügung stellen soll, als Projekte aufnehmen und bis zu einem nächsten Treffen weiterverfolgen. Zudem soll auch die in die Jahre gekommene Internetseite modernisiert werden.